Schlafposition, Bett, Matratze, Gesunder Schlaf

 

Was sagt die Schlafposition über uns aus?

Wie man sich bettet, so liegt man. Eine Redensart, deren Richtigkeit heute vermutlich noch wichtiger ist, als sie es sie wohl schon immer war. Um genau zu sein, müsste man von der Einschlafposition reden, die wir in der Regel nicht die ganze Nacht beibehalten. Wenn wir ins Bett gehen, legen wir uns in die Position, die wir als angenehm und entspannend finden. Wir schlafen meist in dieser Position ein, drehen uns aber während des Schlafs mehrmals und verändern dabei unsere Lage. Das hat durchaus seinen Sinn: Die einseitige Belastung von Wirbelsäule, Bandscheiben und Muskulatur kann durch den nächtlichen Positionswechsel vermieden oder gemildert werden.

Wer während der Schlafenszeit mehrfach wegen Schmerzen oder Verspannungen aufwacht, obwohl er in seiner bevorzugten Schlafposition eingeschlafen ist und deshalb bereits unter Durchschlafstörungen leidet, sollte über eine Veränderung nachdenken. Während unseres Tagwerks leisten Wirbelsäule, Bandscheiben und Muskulatur Schwerstarbeit, selbst wenn wir sitzen. Bandscheiben können sich nicht über die Blutgefäße mit Nährstoffen versorgen, sie benötigen dafür die Be- und Entlastung. Wie ein Schwamm saugen sie sich während der Entlastungslage voll und geben unter Belastung Flüssigkeit als Pufferliquid zwischen den Lendenwirbeln ab. Ist diese Be- und Entlastung und eine Regeneration während des Schlafs nicht mehr möglich, kann es zu Schmerzen in Bandscheibe und Rücken kommen. Für einen gesunden Schlaf ist es daher äußerst sinnvoll, den Blickpunkt auf die Kurzzeiterholung von Körper und Geist zu richten.

Gesunder Schlaf ist wichtig!

Sich schlaflos hin und her zu wälzen – wer kennt das nicht? Kopf und Körper finden keine Ruhe, das Schlafzimmer und das eigene Bett sind Teil eines nächtlichen Dramas, das auf Dauer krank macht. Gesunder Schlaf sieht anders aus! Wer unter einer Schlafstörung leidet, ist tagsüber oft abgeschlagen, müde und unkonzentriert. Dauert die Einschlaf- oder Durchschlafstörung an, können Privat- und Berufsleben massiv darunter leiden. Von der eigenen Gesundheit durch Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes durch erhöhten Blutzuckerspiegel und vielem mehr ganz zu schweigen. Andauernde Schlafstörungen machen krank und blockieren unsere Selbstheilungskräfte.

Den Fokus auf das eigene Schlafverhalten und die Schlafbedingungen zu legen, ist ein zentraler Aspekt gesunden Lebens. Nur wer gut schläft, kann gut leben. Ein gemütliches Schlafzimmer, in dem man zur Ruhe kommt, ist einer der wichtigen Bausteine zu einem guten Schlaf. Ein anderer ist die Wahl der Matratze. Die Anforderungen an eine Matratze sind genauso individuell wie die Menschen und ihre Schlafpositionen. Nicht jeder schläft gut auf einer weichen Matratze. Was für den einen passt, ist für den anderen ungemütlich und verursacht Rückenschmerzen und Verspannungen. Wer bereits unter Rückenproblemen leidet, sollte besonderen Wert auf seine Schlafunterlage legen. Die Schlafposition kann sich ebenfalls auf die unser Schlafverhalten und die Anforderungen an eine Matratze auswirken. Rückenschläfer bevorzugen meist eine härtere Matratze als Seiten- oder Embryonalschläfer.

Schlafpositionen und was sie über uns verraten

Ist Ihnen schon mal aufgefallen, wenn Sie sich ein paar Mal im Bett hin und her drehen und dann doch in Ihrer Lieblingsposition einschlafen? Und wenn Sie es recht bedenken, machen Sie das schon seit Kinderzeiten so? Da gehören Sie zu der Mehrheit der Menschen, die nur in ihrer bevorzugten Schlafposition zur Ruhe kommen können. Dr. Samuel Dunkell, ein amerikanischer Psychologe, beschreibt in seinem Buch; 'Sleep Positions: The Night Language of the Body' -verschiedene Schlafpositionen und was sie über den Schläfer aussagen. Frei nach „Sage mir wie du schläfst, und ich sage dir, welchen Charakter du hast“, verrät uns, so Dunkell, welche Eigenschaften wir haben. Diese Schlaftypen hat er charakterisiert:

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Rückenschläfer:

Die sogenannte Königsposition gilt als gesündeste Schlafweise. Sie verteilt das Gewicht des Körpers gleichmäßig und entlastet die Wirbelsäule. Für Rückenschläfer ist eine gute Matratze (möglichst nicht zu hart) und ein optimales Nackenkissen besonders wichtig, da dies die ideale Lage bei Rückenschmerzen ist. Aber es ist auch die Schlafposition, in der die meisten Schnarcher zu finden sind.

Charakterlich sind Rückenschläfer durchaus kleine Könige in Punkto Auftreten und Selbstbewusstsein. Sie wähnen sich siegessicher und unangreifbar, haben einen egoistischen Zug und sich in völliger Balance mit sich und dem Umfeld. Einzelkinder und Kleinkinder sind oft unter den Rückenschläfern zu finden. Sie sind es gewohnt, große Aufmerksamkeit zu bekommen und fordern diese meist auch später von ihrem Umfeld ein.

Bauchschläfer:

Ist nicht die gesündeste Schlafposition, obwohl sie recht gemütlich aussieht. Die Wirbelsäule wird durch die abgeflachte Lage stärker belastet, was zu Rückenschmerzen führen kann. Durch ein falsches oder zu hohes Kopfkissen kann diese Belastungshaltung noch verstärkt werden. Damit der Bauchschläfer Luft bekommt, muss er seinen Kopf seitlich ablegen. Durch die verdrehte Position kann es zu starken Verspannungen und in Folge zu Nackenschmerzen führen. Eine weiche Matratze ist für Bauchschläfer eher ungeeignet, es wird eine härtere Schlafunterlage empfohlen.

Charakterlich soll der Bauchschläfer ein ordentlicher, pünktlicher und etwas pedantischer Mensch sein, der sich durchsetzungsfähig und dominant zeigt. Typische Bauchschläfer behalten gerne die Kontrolle und haben wenig für unangenehme Überraschungen übrig. Spontaneität gehört nicht zu einem vorherrschenden Charakterzug, eher eine ausgeprägte Ordnungsliebe.

Seitenschläfer:

Die Seitenlage ist der Favorit unter den Schlafpositionen. Geschätzte 68 Prozent der Menschen sind Seitenschläfer und liegen damit sehr gesund. Die Wirbelsäule wird in dieser Lage gut entlastet, allerdings sollte in der Seitenlage auf eine geeignete Matratze und ein gutes Kissen geachtet werden. Das Schulter-Hals-Dreieck sollte so ausgefüllt sein, dass Nackenmuskulatur und Halswirbelsäule nicht abknickt und überstreckt wird. Ideal ist eine Mehrzonen-Matratze und ein Lattenrost mit Schulterabsenkung.

Die Seitenlage mit leicht angezogenen Beinen, auch halbe Fötus-Lage genannt, ist das Kennzeichen ausgeglichener Menschen, die ihren Weg gefunden haben. Seitenschläfer sind offen, humorvoll und flexibel. Ihre Harmoniebedürftigkeit macht sie kompromissbereit und angenehm für das Umfeld. Diese Menschen sind für alle Späße zu haben und können sich sehr gut selbst schützen.

Embryonalschläfer:

Wie ein Embryo im Mutterbauch, so liegen die Embryoschläfer mit angezogenen Beinen zusammenkauert auf dem Bett. Manche nehmen das Kissen in die Arme und drücken es schützend und tröstend an ihren Oberkörper. Für die Wirbelsäule ist diese Schlafposition nicht optimal, da es zu einer starken Krümmung der Wirbelsäule kommt. Die Bandscheiben können sich so nur schwer regenerieren, was Rücken- und Bandscheibenschmerzen befördert. Die Zwerchfellatmung ist durch die angezogenen Knie, die den Brustkorb einengen, eingeschränkt. Alles in allem eine eher ungünstige Schlafposition, in der man sich ab und zu strecken sollte.

Dieser Schlaftyp scheint sehr sensibel und verletzlich zu sein. Das zarte Innere muss vor dem Umfeld geschützt werden, was auf einen vorsichtigen Charakter hindeutet, der nach außen hin stärker wirkt als er ist. Embryonalschläfer gelten als sehr kreativ, anfangs zurückhaltend und fair. Sie sind Familienmenschen, sehr gefühlsbetont und wissen zu genießen.

Welches ist die beste Schlafposition?

Die Schlafposition, in der die meisten Menschen liegen, nämlich rund 68 Prozent, ist die Seitenschläfer-Position. In dieser Lage wird der gesamte Organismus und die Wirbelsäule wenig bis gar nicht belastet. Dieser Effekt kann durch ein gutes Kissen, dass sich optimal in das Schulter- Nacken-Dreieck einfügt, und eine entsprechende Matratze mit Lattenrost gesteigert werden. Die Matratze sollte mehrere Zonen mit ergonomischer Einteilung haben. Mit einer ergonomischen Matratze, an die sich der Körper ideal anpassen kann, ist gesunder Schlaf kein Wunschtraum mehr. Im Gegenteil, eine Matratze, die die Wirbelsäule stützt und an den richtigen Stellen wie Schulter und Hüfte nachgibt und eine Regeneration der Bandscheiben ermöglicht, fördert einen gesunden Schlaf mit direktem Weg ins Traumland. Eine korrekte Lagerung der Wirbelsäule, wozu auch ein passender Lattenrost mit individuell einstellbaren Leisten gehört, beugt Schmerzen und Schäden vor.

Eine gute Matratze ist die beste Grundlage

Eine Studie der Krankenkasse DAK aus 2016 zeigt, dass jeder Zweite über Rückenschmerzen leidet, was die Wahl und die Kombination der richtigen Matratze, des Kopfkissens und des Lattenrostes deutlich in den Fokus rückt. Es lohnt sich, beim Matratzenkauf genau hinzuschauen und sich und seiner Gesundheit Gutes zu tun. Wer bequem und schmerzfrei schläft, der schläft auch gut. Gesunder Schlaf ist aber nur dann möglich, wenn man gut und schmerzfrei schläft. Hier schließt sich der Kreis. Das eine ist ohne das andere nicht möglich.


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