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Schlaflos durch Prüfungsstress

Fast jeder 5. leidet hierzulande an Schlafstörungen. Dazu zählen neben einer Einschlafstörung auch häufiges Erwachen in der Nacht. Ein häufiger Grund für schlaflose Nächte ist Stress, der in unserer Leistungsgesellschaft keine Seltenheit ist. Betroffen sind auch viele junge Menschen, nicht zuletzt im Abitur oder  Studium. Hier ist ein Auslöser oft eine wichtige Prüfung, für die entweder die ganze Nacht gelernt wird oder der Stress einen nicht loslässt und so schlaflos macht. Das Studium stellt Studierende oft vor große Herausforderungen, was auch neben der Prüfungsphase für Schlaflosigkeit führen kann. Das verursacht wiederum Stress, da jeder stets lLeistungsfähig und konzentriert sein sollte.

Grundsätzlich schadet Aufregung vor einer Prüfung nicht, im Gegenteil, es steigert die Leistungsfähigkeit. Schlaflos im Studium oder während dem Abitur ist dennoch ein ernst zu nehmendes Problem, denn Studien zeigen eine erhöhte Anfälligkeit für Infekte sowie Verdauungsstörungen. Außerdem können chronische Formen die Risiken für Herzerkrankungen erhöhen. Gerade im Studium kann eine Einschlafstörung von der Psyche ausgehen, es lohnt sich aber bei anhaltender Symptomatik, körperliche Ursachen auszuschließen. Ein erster Schritt ist also zu erkennen, wodurch die Schlaflosigkeit konkret verursacht wird. Das können zu hohe Erwartungen, eine schlechte Note, eine zu wiederholende Prüfung oder ein großes Projekt sein. Auch eine Prüfungsangst kann zu Schlafstörungen führen. Oft fällt es nicht leicht, die Nervosität vor einer Prüfung von einer Prüfungsangst zu unterscheiden, da kann eine psychosomatische Störung wie eine Einschlafstörung zum Erkennen hilfreich sein.

Steigende Anforderungen an Studierende besonders in Kombination mit anderen Stressfaktoren können sich ebenso in Angstzuständen und Depressionen äußern Besonders die Umstellung der Studiengänge auf das Bachelor-Master-System hat den Druck enorm ansteigen lassen. Fast jede geschriebene Prüfung zählt nun zur Endnote, was die Bedeutung jeder einzelnen steigert und damit verbunden auch Angstgefühle schüren kann.     Die Lehrpläne sind weniger flexibel, die Anforderungen höher denn je und oft bleibt kaum Zeit für Aktivitäten, die nichts mit dem Studium zu tun haben.                                    

 Ein weiterer Stressfaktor kann die Studienfinanzierung sein, weil manche gezwungen sind, Nebenjobs zu machen, wodurch noch weniger Freizeit zur Verfügung steht. Immer häufiger suchen Studierende deshalb Hilfe von außen. Meistens ist dabei eine Einschlafstörung nicht das einzige Symptom, aber gerade im Bett, wenn es keine Ablenkung gibt, geraten viele ins Grübeln und geben sich ihren Ängsten und Sorgen hin.   

 Vor einer Prüfung kann so ein Verhalten durchaus auftreten, problematisch wird es, wenn die nächtliche Grübelei und schlaflos zu sein zur Gewohnheit wird. Es kann so weit kommen, dass das Bett mit negativen Gefühlen behaftet wird und nicht mehr als Ort der Ruhe gesehen wird. Daher ist es ratsam, eher aufzustehen und etwas Ruhiges zu tun, als stundenlang schlaflos im Bett zu bleiben.


Wusstest du schon?

Wenn man 24 Stunden schlaflos ist, soll das den gleichen Effekt wie ein Alkoholblutspiegel von 1,0 Promille haben.                                Schlank im Schlaf? Das ist möglich, weil dort Leptin ausgeschüttet wird, ein Hormon, das das Sättigungsgefühl vermittelt. Wer hingegen oft zu wenig schläft, schüttet vermehrt Ghrelin aus, ein Hormon, das Hunger auslösen kann. 
Schlafentzug endete in einem Experiment mit Ratten bereits nach einer Woche tödlich. Geschlechterunterschiede gibt es auch beim Schlafen: Studien haben gezeigt, dass Männer besser schlafen, wenn ihre Partnerin an ihrer Seite ist. Frauen hingegen schlafen besser, wenn sie alleine sind.                   
Für die Studenten unter uns sind das sehr gute Nachrichten: Studien zeigen, dass Schlafen vor Klausuren besser ist als eine durchzechte Nacht, da es so besser möglich ist, das Gelernte abzurufen. Das Prinzip, das eine wichtige Entscheidung erst am nächsten Tag getroffen werden soll, ist wohl jedem geläufig. 

Schlafstörungen sind sehr individuell, so sind heute über 100 Veränderungen im Schlaf-Wach-Rhythmus bekannt. Nicht jede Veränderung des gewohnten Schlafmusters ist allerdings problematisch: besonders in emotional aufwühlenden Lebensphasen kann es zu einem verminderten oder erhöhten Schlafbedürfnis kommen.                                                                          

 Die meisten Menschen reagieren auf Stress eher mit Schlafstörungen, die aber grundsätzlich als physiologische und damit normale Reaktion auf anspruchsvolle Zeiten gesehen werden kann. Chronischer Stress hingegen kann es zu einer Anpassung der Schlafdauer und somit zu einem langfristig veränderten Schlafmuster führen. Um zu untersuchen, welche Ursachen eine Einschlafstörung im Studium und da besonders vor einer Prüfung haben, wurde das Verhalten von Studenten analysiert. Diese haben gezeigt, dass individueller Stress das Schlafempfinden des einzelnen negativ beeinflussen kann und Faktoren wie Alkohol oder Koffein keine so große Rolle spielen.

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Die 7 besten Tipps für eine Gesunde Schlafhygiene

Eines ist sicher klar: Gesunder Schlaf ist wichtig und das in allen Lebenslagen. Daher sollen hier noch die sieben besten Tipps gegeben werden, die zu einer gesunden Schlafhygiene beitragen werden: 

1. Die erste Frage und damit auch ein erster Schritt zur Lösung kann es sein, wenn der Grund gesucht wird, der einen schlaflos macht. Ist es das Studium? Eine anspruchsvolle Prüfung? Habe ich sonstige Probleme, finanzieller Natur oder mit meinem Partner? Stress lässt sich nicht so leicht beheben, aber das Wissen, wodurch ein Problem verursacht wird, kann entscheidend zu dessen Lösung beitragen.

2. Um besser und schneller einschlafen zu können, sollte es eine gewisse Routine vor dem Schlafengehen geben. Das kann eine heiße Dusche, ein bestimmter Tee oder ein gutes Buch sein. Außerdem ist es wichtig, den Raum zu lüften und abzudunkeln. Zur Routine gehören aber auch, regelmäßige Zeiten, in denen man zu Bett geht und auch wieder aufsteht.                            

3. Die Bildschirmzeit sollte ungefähr eine Stunde, bevor man schlafen will, reduziert werden. Es ist also kontraproduktiv, noch Videos zu schauen oder mit Freunden zu schreiben, stattdessen sollte einer anderen, möglichst entspannenden Tätigkeit nachgegangen werden.               

4. Bewegung und körperliche Betätigung können helfen, zu schlafen. Gerade, wenn ein Student den ganzen Tag gelernt hat, ist es wichtig, einen Ausgleich zu schaffen. Allerdings sollte dies nicht unmittelbar vor dem Schlafen gemacht werden, sondern möglichst schon vorher.               

 5. Ebenso bedeutend wie körperliche Anstrengung ist die richtige Ernährung. Es sollte abends auf fetthaltige Speisen, die schwer zu verdauen sind, verzichtet werden ebenso wie auf Alkohol und Nikotin. Gleiches gilt auch für koffeinhaltige Getränke. 

6. Eine Einschlafstörung sollte nicht zu präsent sein. Sobald im Bett keine Ruhe aufkommt, ist es völlig in Ordnung, noch einmal aufzustehen und sich anderen Dingen zu widmen. Diese sollten natürlich möglichst entspannend sein und vorbeugen, dass man in einen Teufelskreis kommt. Der würde darin bestehen, gestresst zu sein und nicht schlafen können und dann gestresst sein, weil man nicht schlafen kann.                                                        

 7. Wenn Stress im Alltag oder Studium der Grund für die Schlaflosigkeit ist, kann versucht werden, diese mit Entspannungsübungen oder Meditationen zu lindern. Das Internet bietet vielfältige Möglichkeiten, um das für Richtige für jeden Einzelnen zu finden.

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