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Traumdeutung - Das Tor zur Seele

  

Tagsüber nehmen wir unsere Umwelt mit den fünf Sinnen wahr und sind in der Lage, uns darüber auszutauschen. Nachts scheinen unsere Erfahrungen weiterzugehen, indem wir träumen. Gibt es einen Unterschied und wie kann die Traumdeutung helfen?

Unser Körper ist jeden Tag unzähligen Sinneserfahrungen ausgesetzt, die durch die Umwelt verursacht werden. Wir hören, sehen, riechen, schmecken und fühlen und bewerten unsere diesbezüglichen Erfahrungen. In der Kindheit leben wir im elterlichen Umfeld und bekommen verschiedene Verhaltensmuster vorgelebt. Diese werden von uns als richtig angenommen und bilden sich zur Gewohnheit heraus. Deswegen lebt jeder Mensch in einer eigenen Welt und entwickelt individuelle Ansichten von dem, was richtig und was falsch ist.

 Unsere nächtlichen Träume stehen mit diesen Erlebnissen oft in direktem Zusammenhang. Besonders aufwühlende Erlebnisse werden nachts von der Psyche verarbeitet und spiegeln sich in Träumen wider. Ängste und Sorgen lassen uns meist nicht schlafen und bringen sich als Traumerfahrung in Erinnerung. Es gibt Zeiten, in denen wir viel träumen und Zeiten, in denen wir in einen tiefen, scheinbar traumlosen Schlaf fallen. Es lässt sich also nicht erzwingen, ob und welche Träume sich in der Nacht einstellen. Meist träumen wir, ohne es mitzubekommen. Wachen wir morgens auf, haben wir das Gefühl, nicht geträumt zu haben, obwohl wir uns nur nicht bewusst erinnern können. 

Menschen haben sich schon immer dafür interessiert, was es mit wiederkehrenden Träumen auf sich hat. Gibt es bei der Traumdeutung Symbole, die bei allen Menschen gleich sind? Lassen sich davon allgemeingültige Aussagen ableiten? Fakt ist, dass jeder Mensch seine eigenen Bilder entwickelt, weil wir Individuen sind. Trotzdem finden sich in der Traumdeutung Symbole, die einander ähneln, weil dahinter die gleichen Gefühle stehen. So deutet das Gefühl des Fallens auf einen emotionalen Zustand von Angst und Unsicherheit. Wie diese Fallerfahrung im Traum aussieht, ist jedoch bei jedem Menschen anders. 

Träume werden oft als das Tor zur Seele bezeichnet. Während wir mit unserem Körper im Wachzustand viele Sinneserfahrungen machen, lebt in uns eine ganz andere Welt. Wir können etwas erzählen, aber tief im Inneren ganz anders empfinden. Das kommt daher, weil wir in der Kindheit konditioniert werden und eine Persönlichkeit entwickeln, die durch die Ansichten und Lebensweisen unseres Umfeldes geprägt ist. Jeder Mensch kommt mit einer eigenen Lebensaufgabe auf die Welt, die meist unter dieser erlernten Persönlichkeitsstruktur verschwindet. In diesem Fall erzählen uns Träume davon, wer wir wirklich sind und eine Traumdeutung macht es möglich herauszufinden, wohin wir uns in diesem Leben entwickeln sollten. Träume sind das Tor zur Seele, indem sie uns zu unserer inneren Wahrheit führen. Beschäftigen wir uns mit der Traumdeutung, kommen wir uns selbst ein Stück näher, werden authentischer und zufriedener, weil wir immer mehr unser eigenes Leben leben.


Wusstest du schon?

Wir träumen auch am Tag                                                                            Jeder Mensch hat Tagträume. Studien haben gezeigt, dass diese 70 - 120 Minuten täglich in Anspruch nehmen können. In diesen Momenten verlangsamt sich unsere Gehirnfrequenz, die Achtsamkeit wird auf ihrem Weg in die Außenwelt gebremst und wir erleben eine andere Wahrnehmung. Obwohl wir uns unserer Umgebung irgendwie bewusst sind, läuft im Inneren parallel ein anderer Film. Wer sich regelmäßig mit Entspannungsübungen oder Yoga beschäftigt, kann diese kleinen Auszeiten selbstständig herbeiführen und für einen Moment in den seelischen Frieden abtauchen.

Was bedeuten Träume

Träume sind Wahrnehmungen außerhalb der physischen Sinne. Jeder weiß, wie es sich anfühlt, wenn wir etwas berühren, hören oder ansehen. Diese Wahrnehmung hat eine ganz bestimmte Qualität. Schließen wir dagegen die Augen, lehnen uns einen Moment zurück und atmen tief durch, geschieht etwas mit dem Körper. Achten wir bewusst auf den Atem, zieht sich unsere Wahrnehmung aus dem physischen Bereich zurück und tritt in den geistigen Bereich ein. Wir fühlen immer noch etwas, aber diese Art zu empfinden ist anders als eine Sinneserfahrung. Warum? 

Die Erfahrungen unserer fünf Sinne werden von der Außenwelt ins Innere geleitet. Begeben wir uns hingegen in die innere Stille, kommen die Sinnesorgane zur Ruhe und die Wahrnehmung wird von ihnen abgezogen. Wir empfinden immer noch, aber anders. Was durch die physischen Sinne als getrennt voneinander wahrgenommen wird, verschwimmt im Traum oder einer Meditation. Wir "sehen" unterschiedliche Formen, aber die spürbare Distanz zwischen den Dingen ist aufgehoben. Die Lebenskraft dringt nicht durch die Sinne nach außen, um die Erfahrungen dort zu machen. Sie bleibt im Menschen und bewirkt Wahrnehmungen auf einer anderen Ebene. 

Im Schlaf sind wir auf einer inneren Ebene anzutreffen. Der Körper ruht, die Lebenskraft ist innerlich konzentriert und arbeitet dort auf ihre Weise. Jeder Organismus ist bestrebt, im Zustand der Harmonie zu schwingen. Tagsüber bringen wir uns regelmäßig aus dem Gleichgewicht, indem wir negative Gedanken entwickeln, die auf der materiellen Ebene zu Ängsten, Wut, Hilflosigkeit oder Hass werden und ihren physischen Ausdruck suchen. Nachts bemüht sich die Seele, Ordnung zu schaffen. In Träumen bekommen wir gezeigt, wie wir uns mit Negativität beladen. Wer sich vor bestimmten Dingen drückt und Angst vor ihnen hat, wird im Traum darauf hingewiesen. Als Botschaft, diese Angst zu überwinden, weil sie nicht zu einer gesunden Psyche gehört. 

Wiederkehrende Träume können auch vor Gefahren warnen. Es gibt genügend Beispiele, in denen Menschen scheinbar grundlos aus dem Schlaf erwachten und ihrer inneren Stimme folgten. Im Nachhinein wurde klar, wovor sie gewarnt wurden. Alle Erlebnisse in der physischen Welt haben ihren Ursprung in der geistigen Ebene. Hier entstehen Gedankenmuster, die physikalischen Gesetzen folgen und mit verdichteter Energie als Umstände in Erscheinung treten. Träume sind ähnliche Schwingungsmuster. Sie konfrontieren uns mit Dingen, die wir vermeiden wollen. Sie zeigen uns, was unsere nächsten Schritte sein sollten. Daher macht eine Traumdeutung Symbole sichtbar, die Antworten auf bewusst formulierte Fragen geben und uns darauf aufmerksam machen, wer wir wirklich sind.

Wusstest du schon?

Traumdeutung mithilfe eines Traumtagebuches                                        Je mehr wir uns mit einer Sache beschäftigen, desto klarer wird sie in all ihren Facetten. Wer ein Traumtagebuch führt und sich jeden Tag mit der Traumdeutung auseinandersetzt, wird sehr schnell eine Veränderung spüren. Der nächtliche Traum lässt sich leichter erinnern, bleibt in Einzelheiten klarer im Gedächtnis und es ist immer schneller möglich, Zusammenhänge zum eigenen Leben herzustellen. Das Traumgeschehen ist meist während des Aufwachens präsent, wenige Minuten später ist die Erinnerung daran erloschen. Deshalb sollte ein Traumtagebuch samt Stift direkt neben dem Bett liegen, um das Traumgeschehen beim Erwachen schriftlich festzuhalten.

Die wichtigsten Traumdeutung  Symbole

Schwangerschaft:                                                                                                                                          Träume von einer Schwangerschaft haben in den wenigsten Fällen mit einem realen Schwangerschaftszustand zu tun. Der Traum steht symbolisch für das Reifen einer Idee, für die Umsetzung eines Projektes oder für einen Wunsch, den wir schon lange im Herzen tragen. Etwas soll wachsen und das Licht der Welt erblicken. Diese Träume beziehen sich meist auf Dinge, die noch nicht "spruchreif" sind. Wie das Baby in der Gebärmutter wächst, bis es lebensfähig ist, müssen auch unsere Wünsche zuerst einen bestimmten Prozess durchlaufen. Solange es beim Wünschen bleibt, werden wir die Dinge nie in der Außenwelt erleben.                                            Damit aus einer Idee eine physische Erfahrung wird, müssen wir uns entscheiden und uns diesem Vorhaben von Herzen verschreiben. Das ist der Prozess, der uns durch wiederkehrende Träume deutlich gemacht wird. Durch eine Traumdeutung erkennen wir, dass wir uns möglicherweise fragen, ob die Idee überhaupt umsetzbar ist? Diese Dinge müssen zuerst geklärt werden, damit die Schwangerschaft abgeschlossen werden kann. Ist das auf der mentalen und emotionalen Ebene geschehen, wird sich der Traum nicht mehr wiederholen.  

Geburt:                                                                                                                                                            Träumen wir von einer Geburt, wird das Geburts Geschehen selten bildlich dargestellt. Meist erleben wir uns im Traum mit einem Kind auf dem Arm und können uns während einer Traumdeutung an ein glückliches Empfinden erinnern. Dieses Bild steht für das Empfangen einer verwirklichten Idee. Wir haben ein Projekt begonnen, Zeit und Arbeit investiert, sind an Grenzen gestoßen und haben weitergemacht. Die Geburt lässt sich in der Traumdeutung so auslegen, dass sämtliche Widerstände beseitigt sind und wir in Kürze die Erfüllung unseres Vorhabens erwarten dürfen.                                                                                                                      Erleben wir uns von dem Kind getrennt oder können wir es im Traum nicht richtig sehen, gibt es Hindernisse, auf die wir uns einstellen müssen. Deformierte Körperproportionen haben nichts mit einem physisch kranken Kind zu tun, sondern sagen uns, dass die Idee nicht komplett ausgereift ist oder dass sich die Dinge nicht so entwickeln werden, wie wir sie geplant hatten. Manchmal sind diese Traumbilder direkte Hinweise, dass das Projekt nicht umgesetzt werden sollte, weil negative Konsequenzen drohen.  

Expartner:                                                                                                                                                        Manchmal tauchen Expartner im Traum auf, ohne dass wir während des Tages an sie dachten. Kommen in der Traumdeutung Symbole dieser Art vor, kann es sich um einen Hinweis bezüglich unseres Seelenlebens handeln. Trennungen sind emotional stark besetzt und oft tragen wir den Schmerz jahrelang mit uns herum. Statt zu verzeihen und loszulassen, bleiben wir emotional in der Vergangenheit hängen und binden uns durch Vorwürfe an den anderen. Zeigen wiederkehrende Träume unseren Expartner, sollen sie uns daran erinnern, dass wir ein eigenes Leben nach der Trennung haben.                                                                                                                        Je länger wir gedanklich auf Groll ausgerichtet sind, desto häufiger findet sich der Expartner in unserer Traumdeutung. Symbole, die uns an diesen Menschen oder an gemeinsame Unternehmungen erinnern, weisen auf eine notwendige Auseinandersetzung mit unseren Gedanken und Gefühlen hin. Ein Teil unserer Geschichte möchte abgeschlossen werden

Wusstest du schon?

Für Sigmund Freud war ein Traum "die verkleidete Erfüllung eines unterdrückten und verdrängten Wunsches". Er "erfand" den Beruf des Psychotherapeuten. Bevor Sigmund Freud Traumdeutung als Lösung für eigene Probleme erklärte, hatte es niemanden gegeben, der für Geld mit Menschen redete und diese Tätigkeit als Berufsbild ansah. Jung, der als Freuds Schüler eigene Wege einschlug, stellte aufgrund seiner eigenen Arbeit fest, dass man nur Psychotherapeut werden und sein kann, wenn man seine eigene Persönlichkeit und sein inneres Wesen bis auf den Grund hinterfragt hat.

Wiederkehrende Träume

Manche Traumbilder beschäftigen uns mehrere Tage hintereinander, andere wiederkehrende Träume tauchen in zeitlich großen Intervallen auf. Die Traumdeutung spricht in diesem Fall entweder von einer dringlichen Situation, in der Handlungsbedarf besteht. Oder es handelt sich um Entwicklungsphasen, die in unregelmäßigen Zeitintervallen auftreten. Schon bei der Sigmund Freud Traumdeutung wurde davon ausgegangen, dass Träume die Bilder des Unbewussten sichtbar machen. Haben wir mit einem akuten Problem zu kämpfen, sind wiederkehrende Träume bei der Traumdeutung keine Seltenheit. 

Im tief entspannten Zustand des Nachtschlafs wird nach Lösungen gesucht, die mit dem Problem in Verbindung stehen. Machen wir uns in diesen Zeiten die Mühe, bei einer Traumdeutung Symbole zu erkennen und diese hinsichtlich unseres Problems zu untersuchen, gelangen wir schneller zu Lösungen. Gemäß dem physikalischen Gesetz, dass sich verstärkt, worauf der gedankliche Fokus gerichtet wird, hilft uns die Traumdeutung bei der Problemerkennung und -bewältigung. Wiederkehrende Träume machen deutlich, dass wir uns von einer wichtigen Sache abwenden und diese nicht angehen wollen oder dass es sich um einen Entwicklungsschub handelt, der regelmäßig in einer höheren Form gelebt und psychisch bearbeitet werden muss. 

Analysieren wir bei einer Traumdeutung Symbole, lässt sich schnell klären, welches Grundthema im Vordergrund steht. Das Traumgefühl, sich im freien Fall ins Bodenlose zu befinden, spiegelt ein unverwurzeltes Persönlichkeitsempfinden wider. Das kann durch den Verlust einer Bezugsperson geschehen oder durch das Unverständnis der Eltern gegenüber der kindlichen Persönlichkeit entstehen. Wiederkehrende Träume mit dem gleichen Traumverhalten weisen darauf hin, dass es sich bei ihrem Inhalt um Hinweise auf existenzielle Dinge handeln könnte. 

Oft werden notwendige Änderungen im Leben ignoriert, doch sie leben im Unterbewusstsein weiter. Tagsüber ziehen wir unsere Achtsamkeit von der bewussten Wahrnehmung des Problems zurück und lenken uns ab. In der Nacht sind wir näher an unserer inneren Natur und können Informationen nicht ausweichen, die uns in Form von Träumen gegeben werden. Erkennen wir durch eine Traumdeutung Symbole innerhalb eines Traumes, bringt uns die Beschäftigung mit diesen in Kontakt zu verdrängten Mustern. Was wir in das Unbewusste verdrängen, mag im ersten Moment hilfreich sein, um im Alltag zu funktionieren. In diesem Fall sollte das Unterbewusstsein nur wie ein Zwischenspeicher angesehen werden. Schmerzen, Ablehnung und Ängste müssen verarbeitet werden, damit der Mensch ganzheitlich leben kann. Wiederkehrende Träume deuten darauf hin, dass es Zeit ist, sich um sich selbst zu kümmern.

Wir haben für Euch ein Traumtagebuch entworfen. Damit wird die Traumerinnerung erhöht das das Analysieren erleichtert

Traumdeutung, Tagebuch

Häufig gestellte Fragen!

Was sagen meine Träume über mich aus?

Die oft Surreale Bilder im Traum, sind verschlüsselte Wahrheiten: Wer seine Träume deuten kann, erfährt viel über seine eigenen Stärken und Schwächen. Denn Träume spiegeln Grundmuster der eigenen Persönlichkeit wider.

Wie erinnert man sich an Träume?

Legen Sie einen Notizblock oder besser ein Traumtagebuch und Schreibzeug neben das Bett, um Trauminhalte direkt nach dem Erwachen aufschreiben zu können. Lassen Sie sich in den traumintensiven REM-Phasen wecken.

Wie viele Träume hat man in der Nacht?

Wir träumen im Schnitt jede Nacht ein bis zwei Stunden lang und haben häufig pro Nacht vier bis sieben Träume. Fünf Minuten nach Ende des Traums ist bereits die Hälfte des Inhalts vergessen.

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