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Gesunder Babyschlaf

Viele Eltern machen sich schon lange vor der Geburt Gedanken um den Babyschlaf und wie Sie den Nachwuchs am besten beim Einschlafen unterstützen können. Und diese ausgedehnten Überlegungen sind durchaus gerechtfertigt: Schließlich gehören viele Utensilien zur Erstausstattung und umfassen unter anderem Strampler, Spieluhren, Bettchen & Co.

Doch wenn das Kind dann endlich geboren wurde, reißen die Fragen zum Schlaf des Babys und einer anhaltenden Schlafstörung nicht ab. Ganz im Gegenteil: Hier stellen sich neue Fragen, wie sich das Einschlafen erleichtern lässt und wie das Schlafverhalten grundsätzlich optimiert werden kann. Dazu werden im folgenden Ratgeber ein paar nützliche Tipps und Tricks vorgestellt. Lesen Sie hier, wie Sie eine Durchschlafstörung am besten vermeiden.

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Welches Bett sollte ich für mein Baby wählen?   

Diese Frage lässt sich natürlich nicht pauschal beantworten. Vor allem nicht, wenn das Baby noch nicht geboren wurde. Dennoch haben die meisten Eltern bereits vor der Entbindung ganz genaue Vorstellungen davon, wie das Kind ruhen soll und welcher Platz dafür als geeignet erscheint. In der Realität kommt es jedoch häufig vor, dass die Vorstellungen nicht mit der Umsetzung konform gehen. Daraus resultieren nicht selten Probleme beim Einschlafen, sobald das Baby unzufrieden ist. Es bietet sich deshalb an, Alternativen in Erwägung zu ziehen, welche im Vorfeld erkannt wurden. Deshalb werden die gängigsten Baby-Betten im Einzelnen vorgestellt.

Das Beistellbett:

Dabei handelt es sich um einen guten Kompromiss, wenn folgende Frage im Raum steht: Eigenes Baby-Bettchen oder Familienbett für den erholsamen Babyschlaf? Viele Eltern versuchen eine mögliche Durchschlafstörung mit dem Beistellbett zu verhindern. Dabei wird eine Art Schlafbalkon genutzt, welcher an das elterliche Bett angebaut wird. Die Außenseiten dieser Konstruktion sind geschlossen, wobei eine Öffnung zum Elternbett vorgesehen ist. Auf diese Weise kann der Nachwuchs die elterliche Nähe spüren und besser einschlafen. Das Beistellbett bietet sich aber auch zum Stillen an oder wenn Sie zum Erfüllen anderer Bedürfnisse schnell für das Baby da sein wollen. Es gibt zahlreiche Modelle, bei denen das optimale Einschlafen auch im späteren Gebrauch sichergestellt werden soll. Deshalb lassen sich viele Beistellbetten nachträglich umbauen und in ein richtiges Bett verwandeln. Damit es später nicht zu einer Schlafstörung kommt, sollten die gängigen Maße von 90 x 50 cm nur bis zum 7. Monat genutzt werden. Anschließend sollten Sie das Bett umbauen und damit vergrößern.

Das Babybett:

Es gibt viele Babys, welche sich im eigenen kleinen Bettchen mit Gittern deutlich wohler fühlen und besser durchschlafen. Bei diesen Varianten sind Schlupfsprossen dabei behilflich, die Sicherheit zu gewährleisten. Steht das Bett in Ihrem Schlafzimmer, können Sie dadurch besser Blickkontakt aufnehmen und Ihr Baby registriert schnell, dass es wahrgenommen wird, wenn es etwas unruhig wird.

Der Stubenwagen:

Der Stubenwagen oder auch die Babywiege bietet sich besonders für die ersten sechs Monate an. Zwar kann diese Konstruktion sowohl für den nächtlichen, als auch für den Schlaf tagsüber genutzt werden, jedoch entscheiden sich vielen Eltern für eine Alternative in der Nacht. Der Stubenwagen wird aus zwei dominanten Komponenten gefertigt:                                                         Gestell und Bettkorpus                                                                                                                                          Der Korpus kann dabei die unterschiedlichsten Materialien aufweisen. Häufig bieten die Hersteller eine Variante aus Holz oder geflochtenem Korb an.   

Der Schlafkorb:

Schlafkörbe sind häufig in Kitas zu finden, um dort für den erholsamen Babyschlaf zu sorgen. Dieser kann aber auch zu Hause eine sinnvolle Alternative darstellen, wenn es darum geht den Babyschlaf zu unterstützen und eine potenzielle Schlafstörung zu vermeiden. Die überschaubaren Abmessungen eignen sich jedoch nur für die Nutzung bis zum 7. Lebensmonat. Der Schlafkorb erweist sich insofern als praktisch, dass dieser einfach umhergetragen werden kann, wenn die Eltern den Raum erlassen wollen.                     

Noch mehr Tipps & Tricks: Ein Ratgeber kann helfen

Doch auch wenn das optimale Bettchen und dessen Platz gefunden wurde, kann es zu einer anhaltenden Schlafstörung kommen. Dann bietet sich weiterführende Lektüre mit Tipps & Tricks an, wie der Nachwuchs zur wohlverdienten Ruhe kommen kann. In Martina Bergner's Ratgeber "Mutter-Kind Training" weist die Autorin zunächst auf das Wesentliche hin und bringt dies gekonnt auf den Punkt: Das Lachen des eigenen Babys gehört zu den angenehmsten und schönsten Geräuschen, während das Babygeschrei definitiv zu den schlimmsten Geräuschen gehört. Eltern haben es in der Hand, wenn es darum geht dem Baby ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Martina Bergner weist zudem darauf hin, dass die Gesundheit des Babys maßgeblich vom gesunden Schlaf abhängt. Dies hat den einfachen Hintergrund, dass im Babyschlaf Wachstumshormone ausgeschüttet werden. Mit zahlreichen Hilfestellungen garantiert die Autorin den gesunden Babyschlaf ohne Schlafstörung, sofern sich Mama und Papa an die vielen Übungen im Buch halten. Martina Bergner ist von Ihrem Ratgeber so überzeugt, dass Sie sogar eine Geld-zurück-Garantie einräumt.

Baby einschlafen Ratgeber für Eltern, deren Baby nur schwer ein- bzw durchschlafen kann. 

Babyschlaf: Diese Dinge sollten Sie unbedingt vermeiden

1. Alkohol während der Schwangerschaft                                                                                                        Dass Alkoholkonsum in der Schwangerschaft ein Tabu ist, sollte eigentlich jede werdende Mutter wissen. Dabei kann Ihr Kind im Mutterleib das fetale Alkoholsyndrom (FAS) entwickeln und lebenslang Schäden davon tragen. Die zahlreichen möglichen Schäden umfassen Gewichtsveränderungen, Wachstumretardierungen und Auffälligkeiten im zentralen Nervensystem. Alkoholkonsum in der Schwangerschaft kann zudem eine dauerhafte Durchschlafstörung nach sich ziehen.

2. Ungeregelter Tagesablauf                                                                                                                                  Ihr Baby braucht ebenso wie Sie, eine gewisse Routine, um sich außerhalb des Babybauches erst einmal an die neue Umgebung zu gewöhnen. Findet ein ungeregelter Tagesablauf statt, merkt das Baby dass noch etwas fehlt, weshalb es zur Durchschlafstörung kommen kann.

3. Die ersten Schlafanzeichen übersehen                                                                                                        Ihr Kind sendet Ihnen bereits ab der Geburt eindeutige Signale, welche darauf hindeuten, dass es müde ist. Es ist wichtig, dass Sie diese Signale kennen, um Ihr Baby zeitnah schlafen zu legen. Ist ein Baby erst einmal richtig übermüdet, lässt es sich nur noch sehr schwer beruhigen, weshalb an Schlaf erst einmal nicht zu denken ist. Die deutlichsten Anzeichen für Müdigkeit sind:

Quengeln                                                                                                                                                                Schreien                                                                                                                                                                  Gähnen                                                                                                                                                                  Reduzierte Bewegungen                                                                                                                                            Stirnrunzeln                                                                                                                                                          Grimassen                                                                                                                                                            Starrer Blick

4. Das Baby am Einschlafen hindern                                                                                                              Viele Eltern sehen hin und wieder Anlass, das Kind vom Babyschlaf abzuhalten. Zum Beispiel, wenn Papa gleich nach Hause kommt und sich freuen würde, das Kind noch wach zu sehen. Das ist jedoch keine gute Idee. Der perfekte Einschlaf-Moment ist damit verpasst und das Kind zeigt sich zunehmend übermüdet. Übermüdete Babys lassen sich nur schwer beruhigen, da sie immer gestresster werden.

5. Unruhe vor dem Babyschlaf                                                                                                                            Wichtig ist, dass es unmittelbar vor dem Babyschlaf nicht zu Unruhen kommt. Achten Sie darauf, dass eine Stunde vor dem Schlafengehen Ruhe einkehrt, um eine unerwünschte Schlafstörung zu vermeiden. Sie können dafür sorgen, dass Ihr Baby schon vor dem Einschlafen zur Ruhe kommt, um dann besser einschlafen zu können. Nutzen Sie die Gelegenheit am besten, um sich im Kreise der Familie zu einer beruhigenden Gute-Nacht-Geschichte zusammenzusetzen.


Vergessen Sie bitte nicht, schon mal Ihre wichtigen Arzttermine zu machen. Für Ihr Neugeborenes steht im Alter von sechs Wochen die nächste U-Untersuchung an und Sie selbst müssen zur postnatalen Kontrolluntersuchung. Mit einem Baby kann diese Zeit wie im Flug vergehen.

6. Die Umgebung aufregend gestalten                                                                                                           Der Markt ist voll mit niedlichen Artikeln, welche Ihr Baby unterhalten sollen. Allen voran:           Nachtlichter -  Wandbilder oder  Mobiles

Diese Gadgets machen Spaß und eignen sich hervorragend, um das Baby tagsüber zu beschäftigen. Nachts sollten Sie jedoch vermeiden, dass Ihr Baby damit konfrontiert wird. Nur so lässt sich eine ruhige Umgebung schaffen, in welcher das Baby gut einschlafen und im Idealfall durchschlafen kann. Entfernen Sie dazu auch alle Ablenkungen, welche das Baby berühren und zu sich heranziehen kann. Eine Reizüberflutung kann Ihr Baby und Sie wachhalten, was zu erheblichem Stress auf beiden Seiten führt. Behalten Sie immer im Hinterkopf, dass Babys schnell überfordert sein können und damit nur schwer zu Ruhe finden. 

7. Wechselnde Schlafplätze                                                                                                                                Viele Eltern verhalten sich sehr variabel, wenn es darum geht den Schlafplatz für die Nacht zu wählen: Mal wird das Baby mit ins elterliche Bett gelegt, mal soll es im eigenen Bettchen schlafen, mal steht das Bett im Kinderzimmer und mal im Schlafzimmer. Häufige Standortwechsel können dafür sorgen, dass Ihr Kind keine festen Rituale wahrnimmt und schlechter einschläft. Achten Sie also darauf, dass Ihr Kind einen festen Schlafplatz bekommt. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, denn mitunter lässt sich ein Kind nur dann beruhigen, wenn es zu Mama und Papa ins Elternbett geholt wird.

8. In den Schlaf schaukeln                                                                                                                                  Natürlich ist es naheliegend, dass Sie Ihr Kind zu sich ins Bett holen, wenn es unaufhörlich schreit und Sie es beruhigen wollen. Wenn das Baby Nähe braucht, spricht auch nichts dagegen. Allerdings ist es ratsam, dass das Kind zeitnah wieder zurück ins Bett gelegt wird, nach dem es geschaukelt wurde: Babys gewöhnen sich schnell an Routinen, weshalb es passieren kann, dass Ihr Baby nur noch einschläft, wenn Sie es schaukeln. Am besten Sie wiegen das Baby in Ihren Armen und legen es dann zurück in sein Bettchen. Bleiben Sie noch etwas bei ihm und legen Sie Ihre Hand auf sein Bäuchlein! Auf diese Weise zeigen Sie Ihrem Kind Nähe und können sich ins Eltern-Schlafzimmer zurückziehen, sobald der Nachwuchs eingeschlafen ist.

9. Falsche Temperatur                                                                                                                                          Auch das falsche Bettzubehör und damit die falsche Temperatur können zur Schlafstörung führen. Ihr Baby wird sich nicht wohlfühlen, wenn Sie es zu warm anziehen. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie die Schlafsachen dem aktuellen Wetter anpassen. Kopfkissen, Decken und Kuscheltiere haben im Babybett sowieso nichts verloren, da diese das Erstickungsrisiko erhöhen und sogar mit dem plötzlichen Kindstod im Zusammenhang stehen.

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Falsche Erwartungen

Eine Sache sollten Eltern immer im Hinterkopf behalten: Auch wenn es gerade noch so anstrengend ist, es wird auch wieder ruhiger werden. Jedes Baby verhält sich anders. Das zeichnet sich auch deutlich in puncto Babyschlaf ab. Es gibt Babys, welche bereits nach der Geburt fest und tief schlafen. Während andere Babys einfach etwas länger brauchen, bis es klappt. Wichtig ist, dass Sie keine falschen Erwartungen aufkommen lassen, Geduld haben und auf die Bedürfnisse Ihres Kindes eingehen.

Muss es im Zimmer dunkel sein?

Viele Eltern stehen vor der Frage, ob es sinnvoll ist das Kinderzimmer abzudunkeln oder nicht. Hier gibt es leider keine Pauschalantwort und stattdessen den Verweis auf den eben erwähnten Hinweis, auf die Bedürfnisse des Kindes einzugehen. Grundsätzlich ist es sinnvoll, das Tag-Nacht-Gefühl zu stärken, indem der Schlafplatz vollständig abgedunkelt wird. Das klappt am besten mit Jalousie oder Rollos, wenn die Tage im Sommer wieder länger sind. Allerdings gibt es auch Kinder, welche bei einem kleinen Nachtlicht deutlich schneller einschlafen und keine Schlafstörung in der Nacht zeigen. Wenn Sie feststellen, dass Ihr Kind positiv darauf reagiert, spricht nichts gegen eine Lichtquelle, welche Ihrem Baby das Gefühl von Sicherheit vermittelt. Stillende Mütter profitieren ebenfalls von einem kleinen, gedimmten Licht, wenn es darum geht sich etwas Überblick zu verschaffen, ohne das Baby oder Papa aus dem Schlaf zu reißen. Geht es um das Nickerchen am Tage, kann ein Mobile dabei behilflich sein, den Schlaf zu fördern. Während das Kind die drehbaren Elemente fixiert, kann es ganz schnell müde werden. Außerdem kann das Mobile nach dem Aufwachen verhindern, dass das Kind sofort losschreit. Ihr Kind ist dann direkt abgelenkt und wird erneut zum Spielen und Greifen animiert.

Reize anregen und Schlafstörung vermeiden

Es bietet sich an, dem Baby ein getragenes Shirt mit ins Bettchen zu legen, damit der Nachwuchs den Geruch von seiner Mama ganz dicht bei sich hat. Achten Sie allerdings darauf, dass es sich um ein sehr dünnes Material hat und fixieren Sie dieses am besten zwischen Matratze und Bettgestell, damit Ihr Baby sich das Kleidungsstück nicht über das Gesicht ziehen kann! Vielleicht sind Sie auch noch im Besitz eines Mulltuchs, welches Sie bereits seit der Geburt haben. Dieses kann dafür sorgen, dass sich Ihr Baby sicher und geborgen fühlt.

Mit Geduld den besten Weg ins Land der Träume finden

Sicherlich ist es nicht immer einfach, den Grund für eine Schlafstörung ausfindig zu machen. Die möglichen Ursachen können sehr vielfältig auftreten, weshalb es im Zweifelsfall heißt: ausprobieren, bis das Kind endlich zur Ruhe gekommen ist. Weiterführend stehen auch Ratgeber zur Verfügung, welche mit nützlichen Tipps & Tricks noch mehr ins Detail gehen. Haben Sie auch keine Angst davor, einfach mal eine Hebamme um Rat zu fragen, es kommt Ihrem Kind zugute.


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